Chronik

Der Verein „Westpfälzer Musikanten Blasorchester Bann“ wurde am 19. Januar 1969 als „Blaskapelle Kolping e. V. Bann“ gegründet und kann in diesem Jahr sein 40 jähriges Vereinsjubiläum feiern. Als Gründungsmitglieder sind genannt: Karl Dobler, Paul Germann, Paul Götzinger, Franz Kraus, Karl-Heinz Leis, Herbert Schröer, Kurt Straßer, Paul Straßer und Paul Traub. Den Namen „Westpfälzer Musikanten, Blasorchester Bann“ führt der Verein seit dem Jahr 1975.

Zu Beginn der 80er Jahre erhielt der Verein Zuwachs durch eine größere Anzahl Jugendlicher, die zum größten Teil durch Musiker des Vereins und dem damaligen Dirigenten Max Höllein ausgebildet wurden. Einige dieser Musikerinnen und Musiker sind heute noch Leistungsträger im Verein. In den Händen von Max Höllein lag bis zu seinem Tod am 8. Mai 1984 die musikalische Leitung des Vereins, die er seit der Gründung 1969 inne hatte.

Danach übernahm Toni Kupperroth als Dirigent die musikalische Leitung des Vereins und die Ausbildung neuer Jugendlicher an der Klarinette und am Saxophon. Toni Kupperroth hat mit neuen Stücken der konzertanten und moderneren Art das Repertoire des Vereins gewandelt. Er hat bis zum Jahr 2002 als Dirigent den Verein geführt und mitgestaltet und das musikalische Niveau erheblich gesteigert. Viele junge Musikerinnen und Musiker sind in dieser Zeit zu dem Orchester gestoßen und haben Freude am Musizieren gefunden. Toni Kupperroth wurde beim Frühjahrskonzert 2002 aufgrund seiner Verdienste um den Verein zum Ehrendirigenten ernannt und verfolgt auch heute noch – mittlerweile 77jährig – die erfolgreiche Weiterentwicklung des Blasorchesters.

Die musikalische Führung liegt seit 2002 in den Händen des Dirigenten Joachim Buck, unter dessen Leitung das musikalische Repertoire sich noch mehr ausgeweitet hat, was sowohl den Musikerinnen und Musikern jeder Altersklasse als auch dem Publikum gefällt. Es beinhaltet ein bunt gemischtes Programm von volkstümlicher über unterhaltsame bis moderne und konzertante Literatur.

Von 1976 bis 1996 war der noch heute an der Tuba aktive Musiker Karl Müller, der im Dezember 2007 seinen 70. Geburtstag feiern konnte, 1. Vorsitzender, der es verstand, den Verein mit großem Eifer und enormer Einsatzfreudigkeit zu leiten. Es war ihm immer ein Herzensanliegen, den Verein zu erhalten und erfolgreich weiter zu entwickeln. Seit nunmehr 10 Jahren ist Karl Müller Ehrenvorsitzender der „Westpfälzer Musikanten, Blasorchester Bann“.

Ein anderes „Urgestein“ des Vereins konnte im Juli 2007 auch seinen 70. Geburtstag feiern und ist ebenfalls noch im Blasorchester sehr aktiv und sorgt auch kameradschaftlich immer für gute Unterhaltung: Kurt Strasser am Tenorhorn.

Solche alteingesessenen Mitglieder dienen der jungen Generation als Vorbilder und es zeigt, dass dieses Hobby keine Altersgrenze hat. Leider musste das Blasorchester Bann auch schon von verdienten und sehr engagierten Musikerkollegen frühzeitig Abschied nehmen. Anton Strasser, der an der Trompete lange Jahr den Verein unterstützt hat, verstarb am 13. Januar 2004. Er sorgte neben seinem musikalischen Engagement immer für das leibliche Wohl bei vereinseigenen Veranstaltungen und betätigte sich beim Grillfest in geübter Weise als Grillmeister.

Auch Dieter Brand, der im Orchester die 1. Posaune spielte, verstarb leider viel zu früh am 17. Dezember 2004. Er war lange Jahre als Schriftführer tätig und hat in seiner stillen und kreativen Art sehr viele Ideen eingebracht und umgesetzt. Auch er hat eine große Lücke hinterlassen. Wir werden ihnen im Verein ein ehrendes Andenken bewahren. Die Vereinsführung liegt nun schon im sechsten Jahr in den Händen des 1. Vorsitzenden Thomas Denzer und des 2. Vorsitzenden Roman Makarenko, die sich beide in bewährter Weise für die Aktivitäten des Vereins engagieren. So stehen regelmäßig Vereinsausflüge sowie das traditionelle vereinsinterne Grillfest ebenso wie die alljährliche Jahresabschlusswanderung mit anschließendem gemütlichem Beisammensein zur Förderung der Kameradschaft und Geselligkeit auf dem Programm. Die Musikerinnen und Musiker bestreiten kontinuierlich während des ganzen Jahres zahlreiche Auftritte sowohl bei kirchlichen und kommunalen Veranstaltungen als auch bei befreundeten Vereinen und sonstigen öffentlichen Veranstaltungen.

Die Einsätze beim „Worschtzippelfest“, an dem das Blasorchester sich seit dem ersten Jahr beteiligt, gehören ebenso zum Programm wie die musikalische Umrahmung bei Weißen Sonntagen, Fronleichnamsprozessionen und beim Martinsumzug, sowie die Einsätze in der französischen Partnergemeinde Migné-Auxances und bei Veranstaltungen im Rahmen des Partnerschaftsaustausches in Bann. Das Blasorchester war der erste Bännjer Verein, der vor mehr als 20 Jahren die Partnergemeinde Migné-Auxances anlässlich des dort stattfindenden Blumenschiffefestes, das von den „Westpfälzer Musikanten“ musikalisch umrahmt wurde, besuchte. Die Musikerinnen und Musiker des Blasorchesters sind immer gerne bereit, diese Partnerschaft mit der französischen Gemeinde zu pflegen und zu vertiefen.

Aber auch Freundschaften mit auswärtigen Vereinen werden gepflegt. So z. B. die Kontakte mit dem Männergesangverein „Liederkranz“ Enzen-Hobbensen aus Niedersachsen, mit dem seit mittlerweile 15 Jahren eine feste Freundschaft entstanden ist. In dieser Zeit haben mehrere sehr erfolgreiche Konzerte und Freundschaftsbesuche sowohl im Norden Deutschlands als auch in der pfälzischen Heimat stattgefunden. Ebenso pflegen die „Westpfälzer Musikanten“ sehr freundschaftliche Beziehungen zur KAB Blaskapelle aus dem südpfälzischen St. Martin. Die Bännjer Musikerinnen und Musiker gestalten seit mehr als 10 Jahren das alljährlich in St. Martin stattfindende sehr bekannte und beliebte Martinusweinfest im November mit musikalischer Unterhaltung vor begeistertem Publikum.

Solche Aktivitäten fordern großen persönlichen Einsatz der Mitglieder. Dies setzt voraus, dass stets genügend aktive und auch passive Mitglieder ebenso wie Familienangehörige, die als fleißige Helferinnen und Helfer die vereinseigenen Feste und Veranstaltungen mittragen, zur Verfügung stehen. Deshalb sei an dieser Stelle auch den vielen Helfern gedankt, die bei solchen Anlässen immer zur Stelle sind. Nur durch Gemeinschaftsgeist kann ein Verein erfolgreich arbeiten.

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